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A little dazed and confused

Main Characters: Holly Samantha Jane Matthews && Danielle Allen Daphne Jones && McFLY

14.1.08 21:36


Tropfen für Tropfen viel von dem grauen Himmel, der über London lag. Es war ein relativ milder Sommertag und es hatte noch vor Minuten so ausgesehen als würde die Sonne es schaffen gegen die Wolkenmaße aus dem Norden zu gewinnen. Doch nichts da. Es regnete wie aus Kübeln. Holly Matthews kam gerade aus einem Supermarkt, der gleich um die Ecke von ihrem Elternhaus lag. Sie hatte natürlich nicht daran gedacht einen Regenschirm einzupacken und so rannte sie so schnell sie konnte nach Hause. Pfützen, die sie mit Dreck von der Straße bespritzen, wich sie natürlich nicht aus. Genauso wenig einem vorbeifahrendem Auto, das bei einer Linkskurve ziemlich nahe am Bürgersteig entlang fuhr und damit das dort angesammelte Schmutzwasser auf das junge Mädchen hinab rieseln ließ. Vor Ekel schüttelnd, schniefend und klitschnaß stand Holly vor dem mehrstöckigen Familienhaus in dem sie mit ihren Eltern und einem älteren Bruder wohnte. Es fehlte nur noch, dass sie den gesamten Einkauf auf dem Boden des Treppenhauses verteilen würde, nach dem sie sich unelegant lang gelegt hatte. Allerdings schaffte die 17-Jährige es ohne Komplikationen in den dritten Stock zu gelangen. Etwas erstaunt darüber, sah Holly sich aufmerksam auf dem Flur um, den sie entlang gehen musste. Lag auch ja nichts herum, worüber sie letztendlich doch stolpern könnte? Sie war so damit beschäftigt nach etwas unauffälligem zu suchen, dass sie das offensichtliche nicht entdeckte. Der füllige Mops ihrer Nachbarin Mrs. Angermayer lag auf dem Fußabtreter vor derer Wohnung. Er schlief seelenruhig. Wenn man von den Geräuschen absah, die das fette Vieh von sich gab, während es die Augen geschlossen hielt und zur Abwechslung mal nicht dauerhaft um sein Leben kläffte. Und so etwas bekam den Namen Daisy aufgesetzt. Na Prost. Ah nein. Chers Mate! Doch war das alles wohl das kleinste Problem von Holly. Sie übersah den Hund, machte zwei weitere Schritte, ehe ihr Fuß etwas weiches berührte. Und das weiche sank ein. Ganz schnell sogar. Ein kurzer Blick folgte und dann war das unvermeidliche nicht mehr aufzuhalten. Mit einem ´Waaaaaaaaaaaahhhhhh´ schreckte Holly zurück, hob die Hände ruckartig hoch und verlor dadurch ihren Einkaufsbeutel. Dieser flog durch die Gegend und landete auf der anderen Seite des Ganges. Der Inhalt wurde durch einige Umdrehungen gut durchgemischt und entleerte sich nun über den halben Flur. Oh ja, dass war Holly, wie sie leibte und lebte. Daisy war durch den unabsichtlichen Tritt natürlich aufgewacht und begann sofort an zu kläffen. Wie eine Alarmglocke, rhythmisch und vorallem verdammt laut. Plötzlich wurden sämtliche Türen aufgerissen und die verschiedensten Gesichter kamen zum Vorschein. Auch Mrs. Angermayer und ihre Eltern reckten die Hälse aus den Türen um zu sehen, warum auf dem Gang so ein Radau gemacht wurde. Holly selbst saß total überrumpelt und inzwischen durch die Nässe zitternd auf dem staubigen Kunststoffboden des Hauses.

14.1.08 21:53


Urlaub. Uuuuuuuurlaub. URLAUUUUUB!", rief Danielle "Unauffällig" in die Klasse, den Kopf auf die hand gestützt, den Stift im Takt zum Ticken der Uhr auf dem Tisch schlagend. Die vorderen Reihen drehten sich um un zischten: "PSCHT!" Danielle, eigentlich von allen nur Danni genannt, streckte ihnen die Zunge heraus und sah wieder verträumt auf die Uhr. Sie betrachtete die Fingernägel ihrer linken Hand, knabberte dann daran herum. Miami. Party. Sonnen. Relaxen. Schlafen. Geil. In Gedanken verloren wie sie war, bemerkte sie nicht mehr was um sie herum geschah, geschweige denn, was gesagt wurde. Sie dachte an braungebrannte, durchtrainierte Surferjungs und an die prallende Mittagssonne, in der sie brutzeln würde. Die 18-jährige streckte sich auf ihrem Stuhl und seufzte: "DAS ist das Leben." was sie nicht bemerkte was, dass sie dem Kerl, der hinter ihr saß dabei ihre Faust insw Gesicht schlug. Genervt meldete er sich und beschwerte sich über Danni. "Ms. Jones. Ist es möglich, dass sie uns wenigstens einmal im Jahr mehr als nur körperlich beiwohnen?", fragte der schlacksige Lehrer über die Ränder seiner rahmenlosen Brille hinweg. Danni gähnte laut: "Nö." und drückte ihrem Hintermann damit die Faust noch weiter ins Gesicht. Sie warf flüchtig einen Blick zur Seite und sehnte sich nach dem erlösenden Klingeln der Schulglocke. Noch 20 Minuten. Entschieden zu lang. Danni entschied sich, einfach 20 Minuten zu dösen und legte ihren Kopf auf ihr Pult. Ihre langen, wuscheligen Haare bedeckten dabei ihre ganzen Schulsachen, jedoch mahnte der Lehrer nicht. Er dachte wohl: "Mir ist lieber, dass sie schläft, als dass sie unentwegt plappert."

14.1.08 22:40


Inzwischen saß Holly auf dem Sofa im Wohnzimmer, hatte eine dicke Decke umgelegt bekommen und schniefte in einer Tour in die Tasse in ihrer Hand. Der Tee war viel zu heiß, weswegen sie das Porzellan nur an dem dafür vorgesehenem Henkel anfassen und halten konnte. Umringt von ihrer gesamten Familie, die es gerade mal so geschafft hatten ihre Jüngste vor der fast kollabierenden Mrs. Angermayer zu retten und in die sichere Wohnung zu bugsieren. Die Frau konnte man nicht stoppen, war sie einmal in Fahrt. Holly war immer noch ziemlich verwirrt und starrte in das trübe grün in ihrer Tasse. "Es tut mir leid, dass die Eier kaputt gegangen sind.", murmelte sie nur und nieste erneut, weswegen der Inhalt der Tasse verdächtig anfing hin und her zu schwenken. "Kein Problem, Schatz. Wir hatten dich auch eigentlich nur weggeschickt um etwas vorzubereiten.", erwiderte ihre Mutter verschwörerisch und gab ihrer Tochter einen Kuss auf die Wange. "Ach ja? Was denn?" Plötzlich war die Neugier der 17-Jährigen geweckt. "Doch nicht etwa...?" Ihre Augen wurden ganz groß als ihr Vater lächelnd nickte. "Doch, genau das. Dein Vater war kurz im Reisebüro um die Tickets abzuholen. Da er sonst nie außer Haus geht nach der Arbeit hättest du ganz bestimmt Verdacht geschöpft oder zumindestens Fragen gestellt.", erklärte wieder ihre Mutter, die sich neben ihren Mann auf die Lehne des Sessels gesetzt hatte. "Geh schon in dein Zimmer gucken." Das ließ sich Holly nicht zweimal sagen. Sofort war alles vergessen – die dumme Angermayer, der Regen, der Schnupfen. So schnell sie mit der Decke vorwärts kam, da diese wirklich schwer war, lief Holly schnellen Schrittes durch den kleinen Korridor zu ihrem Zimmer. Die Tür war geschlossen, weswegen sie die Türklinke mit dem Ellbogen runter drückte, der gerade am wenigsten Gefahr barg, dass etwas runterfallen könnte, denn die Tasse hatte sie ebenfalls mitgeschleppt. Ein Ausdruck des Erstaunens legte sich auf das hübsche Gesicht der Brünetten. Das ganze Zimmer war voller Luftschlangen, Konfetti und Ballons. Mitten drinne lag ein Geschenkkorb, der bereits Vermutungen zuließ, was das für Tickets gewesen waren, die ihr Vater abgeholt hatte. Es sollte nach Miami gehen. Endlich! Holly hatte sich nichts mehr gewünscht. Hinter dem Geschenkkorb war ein Poster an die Wand gelehnt, wo ´Holly – wir sind so stolz auf dich, dass du endlich deine Traumlehrstelle gefunden hast! Viel Spaß in Miami!´ drauf stand. Ja, Holly war seit circa zwei Wochen in einem Künstleratelier angenommen, wo sich renommierte Künstler die Klinke in die Hand gaben. Drei Leute hatten sich damit selbständig gemacht und sich auf verschiedene Teilgebiete der Kunst spezialisiert. Sue Winters auf die Fotografie, Michael Meyer auf das Entwerfen von Mode und Jessica Stuarts auf das altmodische Malen mit allen möglichen Arten von Farben. Sie hatten das Potential von Holly gleich bei dem ersten Bewerbungsgespräch erkannt und ihr sofort mitgeteilt, sie könnte dort bei ihnen anlernen. Für das junge Mädchen war damit ein unverhoffter Traum wahr geworden. Als Belohnung für ihre harte Arbeit die Schule sehr gut abzuschließen damit sie früher arbeiten gehen kann, anstatt die A-Levels zu machen, wollten ihre Eltern ihr einen ihrer anderen großen Wünsche erfüllen. Dass es ausgerechnet zwei Wochen Miami werden würden, daran hatte Holly nicht gedacht. Gewünscht ja, aber sicher diese zwei Wochen zu bekommen – nein. Garantiert nicht. Um so fröhlicher war sie. Es sollte in drei Wochen los gehen. Bis dahin wäre sie 18 und könnte tun und lassen was sie wollte. Naja, zumindestens alleine verreisen.

15.1.08 21:56


"Oi! Mum! Wo sind meine Sachen? Mein Flug geht in drei Stunden und du weißt doch, dass ich mindestens zwei Stunden vorher da sein muss und blah.", eröffnete Danni alsbald sie durch die Haustür ihres Elternhauses getreten war lautstark und knallte ihre Tasche in die Ecke. "Weiß ich wo du deine Sachen hinbringst?!", schallte es aus dem Wohnzimmer. Danni rollte mit den Augen und rannte in ihr Zimmer, wobei sie einmal über ihre Füße stolperte und in eine Wand knallte. Sie streifte ihre Schuhe ab, lockerte die Krawatte ihrer Schuluniform und schaltete ihre Stereoanlage an. Im nächsten Moment dröhnten die Beach boys aus den Boxen um Danni in die richtige "Urlaubsstimmung" zu versetzen. Sie schüttelte wie wild ihr Haar und tanzte während sie ihre Socken auszog und gezielt in ihren Wäschekorb schmiss. Ihre kleine Schwester kam in den raum getrabt, schob die dick umrahmte Brille auf ihrer Nase höher und klemmte sich ihren Stift hinter das Ohr. Sie räusperte sich: "Hm. Hm. Danni wärst du wohl so freundlich die Musik etwas leiser zu stellen? Nur eine Winzigkeit. Ich lerne." Die freche Danni ignoriere ihre Schwester gänzlich und tanzte einfach weiter durch den Raum. "Danni ich bitte dich.", flehte diese, kassierte als Antwort aber nur eine zugeschlagene Tür vor der Nase. "Es sind Ferien! Lernen? Pah! Mach was Anständiges du Freak!", brüllte Danni durch die geschlossene Tür hindurch und über die laute Musik hinweg. Mit einem unglaublich lautem Organ war sie gesegnet, was ihre Famile und Freunde schon desöfteren hatte feststellen müssen. Keine Minute später hämmerte es an die Tür. Danni schaltete für einen Moment den Ton aus, öffnete die Tür und lehnte sich mit verschrenkten Armen in den Rahmen. gelangweilt blickte sie von ihrer Schwester zu ihrer Mutter und schnickte sich den Pony aus dem Gesicht. "Is' ja schon gut.", stöhnte sie, ließ die beiden stehen und lief in die Küche. "Und was ist mit deiner Musik?", fragte ihre Mutter, der nicht entgangen war, dass sie die Musik nur leise gestellt hatte. Danni seufzte: "Schalt' sie halt aus, verdammt." Sie nahm ihre Gitarre aus dem Wohnzimemr und packte sie behutsam in die dafür vorgesehen Tasche. Kniend auf dem Boden befasste sie sich mit dem Saiteninstrument, als sie die Beine ihrer Mutter vor sich sah. Danni strich sich einige ihrer Haare aus dem Gesicht, blickte dann etwas verklärt dreinguckend an ihrer Mutter hoch. "Danni wenn du wegbist ist das Erholung für uns alle.", sagte diese in dem Mutter-ton, den Danni auf den Tod nicht ausstehen konnte und deshalb einfach ihren Blick wieder senkte. "Findest du das nicht auch schade?", fügte sie hinzu und drehte sich mit diesen Worten auf dem Absatz um. Danni äffte sie hinte rihrem Rücken nach, was ihre Schwester bemerkte. "Mamiiiiii! Danni äfft dich nach!", maulte diese. Danni zeigte ihr lächelnd "den Finger", stand auf und schwang ihre Gitarre um ihre Schultern. "Findest du das nicht auch schade?", meinte sie frech als sie an ihrer Mutter vorbeiging und ihre Koffer in der Speisekammer entdeckte. Stöhnend griff sie nach ihrem Gepäck und zerrte es zur Tür hinaus. Dort wartete schon ihr bester Freund Derek, der die Koffer in seinen Kofferraum lud. Derek war schon in Danni verliebt gewesen, als sie noch in der Grundschule waren, doch für sie war er immer nur Derek. Nicht mehr. Und auch nicht weniger. Er machte einfach alles für sie. Brachte sie wohin und wann sie wollte. Beschützte sie vor aufgebrachten Männern, die den Begriff "One Night Stand" nicht genau kannten und versorgte sie, wenn sie Mal wieder einen über den Durst getrunken hatte. Aber so sehr er sich bemühte, peilte Danni seine Zuneigung nicht und hätte es auch wahrscheinlich gar nicht wahr haben wollen. Derek wollte sie mit einer Umarmung begrüßen, doch Danny zog ihm nur sein Basecap ins Gesicht und schlug ihm spielerisch auf den Hintern. Genervt schmiss sie sich auf den Beifahrersitz als sei es das Selbstverständlichste und drehte das Radio auf. Derek ließ sich neben ihr nieder, startete den Motor und sah sie von der Seite an. Es war genau diese unbekümmerte Art, die er so an ihr liebte. Danni war einfach Danni, egal was andere sagten. Viele hatten sich schon an ihr die Zähne ausgebissen, weil sie sie hatten ändern wollen. Doch niemand konnte eine Danni Jones ändern. Kein Psychologe. Kein Mann und erst Recht nicht ihre Mutter. Die beiden hatten ihre Differenzen, weil Danni einfach so durch das Leben ging, wie es ihr passte. Etwas Egoistisch aber mit ihrer Lockeren, natürlichen und ehrlichen, manchmal etwa staktlosen, Art konnte sie sich einfach immer durchmogeln. Danni war direkt, desinteressiert und gnadenlos sie selbst. Sie rülpste laut und konnte fluchen wie ein Seemann. Und dennoch konnte sie im Kleid ausgehen und elegant die Beine überschlagen. Sie beherrschte es einfach sich in Szene zu setzen. Ihre dunklen Augen blitzten durch das Auto und versuchten die vorbeihuschenden Bäume zu fokusieren. Sie sah verträumt aus. Wie immer, dachte Derek während er mit einem Auge seine Freundin betrachtete und mit dem anderen die Straße im Blick behielt. Danni hatte ihre Füße gegen das Amaturenbrett gelehnt und bließ eine große Kaugummiblase aus ihrem Mund, während sie versuchte in Haare zu bändigen und in einen Zopfgummi zu zwängen.

Als sie den Flughafen erreicht hatten, schlang sie ihre Beine aus dem Auto, rückte ihre Hose zurecht und ließ Derek ihre Koffer hinter sich hertragen. Und schon hallte durch dieHalle der Aufruf für Dannis Flug. "Miami hier komme ich.", sang sie und wedelte mit ihrem Ticket in der Luft herum. Sie ließ ihr Gepäck von Derek aufgeben, umarmte ihn flüchtig und winkte, während sie zum Abflug hastete. Sie dachte nur eines: "Nicht Wie weg hier. Hallo Sommer, Sonne, Strand und Meer."

4.2.08 15:41


Holly war am Tag des Abflugs schon recht früh wach, eigentlich hatte sie so gut wie gar nicht geschlafen und hatte auch nicht länger vor im Bett auszuharren um noch ein wenig Schlaf zu finden als ihr Wecker verkündete es sei erst 7 Uhr in der früh. Sie hatte statt dessen begonnen noch einmal alles in ihrem Zimmer und in dem daran grenzendem Badezimmer akribisch abzusuchen, dass sie auch ja nichts vergessen hatte. Dabei lief sie wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend, stieß sich hier an und warf dort etwas um, wie immer halt, wenn sie nervös war und warten musste, was diese Angst etwas verpassen zu können nicht minderte. Nachher kam sie zu spät zum Flughafen und würde ihren Flug nach Miami verpassen? Nein, dass durfte nicht passieren!!! Wumm! Wieder warf Holly etwas um. Dieses Mal war es der Schirmständer im Flur, den sie ausversehen mit sich gezogen hatte bis er polternd auf dem Boden gelandet war. Die Regenschirme verteilten sich auf den Dielen und es herrschte ein einziges Chaos, da Holly versuchte sie schnell wieder zusammen zu suchen und in den Ständer zurück zu stopfen. Dabei berührte sie ausversehen den Knopf eines besonders großen Regenschirms, der sich sogleich öffnete und sie gegen die Wand presste. Der Flur war sehr schmal gehalten und so füllte das Riesending ihn der Breite von einer Seite zur anderen vollkommen aus und ließ keinen Durchgang mehr zu. "Verdammt...", murmelte Holly. Ihre Eltern waren nicht zu Hause, die waren bei Verwandten übers Wochenende zu Besuch. Ihr Bruder schlief anscheinend noch. Er hatte eben einen sehr festen Schlaf. Vielleicht sollte sie einfach nach Hilfe rufen, überlegte die 18-Jährige, doch würde sie sich von so einem blöden Schirm nicht unterkriegen lassen, oder?! Er war eh schon alt und falls er kaputt gehen sollte, wäre es kein sehr großer Verlust. Also nahm Holly den Kampf gegen den Regenschirm wieder auf und gewann ihn nach gefühlten zwei Stunden. Als sie es geschafft hatte alle Schirme wieder an ihrem rechtmäßigen Platz zu verstauen, wollte sie sich erst einmal versichern, dass es nicht wirklich zwei Stunden gedauert hatte. Im Wohnzimmer bekam sie fast einen Herzinfarkt als die Uhr dort kurz vor halb 9 anzeigte. Um 10 Uhr sollte ihr Flieger gehen! So schnell sie konnte, raste Holly in ihr Bad um sich fertig zu machen. Danach weckte sie Josh und sagte ihm er solle sich gefälligst schnell etwas anziehen damit er sie zum Flughafen fahren konnte. Die Schlafmütze brauchte natürlich geschlagene 20 Minuten um in die Gänge zu kommen, fauchte sie vorher noch an warum sie ihn so früh wecken musste, und fuhr dafür um so schneller zum Flughafen. In einer ziemlich scharfen Rechtskurve wären sie beinahe rausgeflogen und als sie an der riesigen, eigentlich unübersehbaren elektronischen Tafel ankamen, übersah Josh sie auch noch und raste geradewegs an ihr vorbei. Nach dem Holly fast hyperventilierte und sich schon panisch mit den Handflächen Luft zu fächerte, erreichten sie den Schalter für ihren Flug, auf den freundlicherweise eine Frau an der Information hingewiesen hatte. Dort gab Holly ihren alten, klobigen Koffer ab und verabschiedete sich dann von ihrem Bruder. "Danke.", murmelte sie nur und umarmte Josh. "Nicht der Rede wert. Hab viel Spaß, ja?" Er lächelte und wischte Holly eine kleine Träne von der Wange. Eigentlich wäre sie gerne mit ihrem älteren Bruder nach Miami geflogen, aber er musste arbeiten und bekam in seinen sauschlecht bezahlten Beruf kaum freie Tage. Geschweige denn zwei Wochen. "Werde ich haben. Auch wenn´s mit dir besser gewesen wäre." Ein letzter Kuss auf die Wange, dann ließ sie Joshs Hände los und machte sich auf den Weg zum Check In.

24.2.08 19:11