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Tropfen für Tropfen viel von dem grauen Himmel, der über London lag. Es war ein relativ milder Sommertag und es hatte noch vor Minuten so ausgesehen als würde die Sonne es schaffen gegen die Wolkenmaße aus dem Norden zu gewinnen. Doch nichts da. Es regnete wie aus Kübeln. Holly Matthews kam gerade aus einem Supermarkt, der gleich um die Ecke von ihrem Elternhaus lag. Sie hatte natürlich nicht daran gedacht einen Regenschirm einzupacken und so rannte sie so schnell sie konnte nach Hause. Pfützen, die sie mit Dreck von der Straße bespritzen, wich sie natürlich nicht aus. Genauso wenig einem vorbeifahrendem Auto, das bei einer Linkskurve ziemlich nahe am Bürgersteig entlang fuhr und damit das dort angesammelte Schmutzwasser auf das junge Mädchen hinab rieseln ließ. Vor Ekel schüttelnd, schniefend und klitschnaß stand Holly vor dem mehrstöckigen Familienhaus in dem sie mit ihren Eltern und einem älteren Bruder wohnte. Es fehlte nur noch, dass sie den gesamten Einkauf auf dem Boden des Treppenhauses verteilen würde, nach dem sie sich unelegant lang gelegt hatte. Allerdings schaffte die 17-Jährige es ohne Komplikationen in den dritten Stock zu gelangen. Etwas erstaunt darüber, sah Holly sich aufmerksam auf dem Flur um, den sie entlang gehen musste. Lag auch ja nichts herum, worüber sie letztendlich doch stolpern könnte? Sie war so damit beschäftigt nach etwas unauffälligem zu suchen, dass sie das offensichtliche nicht entdeckte. Der füllige Mops ihrer Nachbarin Mrs. Angermayer lag auf dem Fußabtreter vor derer Wohnung. Er schlief seelenruhig. Wenn man von den Geräuschen absah, die das fette Vieh von sich gab, während es die Augen geschlossen hielt und zur Abwechslung mal nicht dauerhaft um sein Leben kläffte. Und so etwas bekam den Namen Daisy aufgesetzt. Na Prost. Ah nein. Chers Mate! Doch war das alles wohl das kleinste Problem von Holly. Sie übersah den Hund, machte zwei weitere Schritte, ehe ihr Fuß etwas weiches berührte. Und das weiche sank ein. Ganz schnell sogar. Ein kurzer Blick folgte und dann war das unvermeidliche nicht mehr aufzuhalten. Mit einem ´Waaaaaaaaaaaahhhhhh´ schreckte Holly zurück, hob die Hände ruckartig hoch und verlor dadurch ihren Einkaufsbeutel. Dieser flog durch die Gegend und landete auf der anderen Seite des Ganges. Der Inhalt wurde durch einige Umdrehungen gut durchgemischt und entleerte sich nun über den halben Flur. Oh ja, dass war Holly, wie sie leibte und lebte. Daisy war durch den unabsichtlichen Tritt natürlich aufgewacht und begann sofort an zu kläffen. Wie eine Alarmglocke, rhythmisch und vorallem verdammt laut. Plötzlich wurden sämtliche Türen aufgerissen und die verschiedensten Gesichter kamen zum Vorschein. Auch Mrs. Angermayer und ihre Eltern reckten die Hälse aus den Türen um zu sehen, warum auf dem Gang so ein Radau gemacht wurde. Holly selbst saß total überrumpelt und inzwischen durch die Nässe zitternd auf dem staubigen Kunststoffboden des Hauses.

14.1.08 21:53
 


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