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"Oi! Mum! Wo sind meine Sachen? Mein Flug geht in drei Stunden und du weißt doch, dass ich mindestens zwei Stunden vorher da sein muss und blah.", eröffnete Danni alsbald sie durch die Haustür ihres Elternhauses getreten war lautstark und knallte ihre Tasche in die Ecke. "Weiß ich wo du deine Sachen hinbringst?!", schallte es aus dem Wohnzimmer. Danni rollte mit den Augen und rannte in ihr Zimmer, wobei sie einmal über ihre Füße stolperte und in eine Wand knallte. Sie streifte ihre Schuhe ab, lockerte die Krawatte ihrer Schuluniform und schaltete ihre Stereoanlage an. Im nächsten Moment dröhnten die Beach boys aus den Boxen um Danni in die richtige "Urlaubsstimmung" zu versetzen. Sie schüttelte wie wild ihr Haar und tanzte während sie ihre Socken auszog und gezielt in ihren Wäschekorb schmiss. Ihre kleine Schwester kam in den raum getrabt, schob die dick umrahmte Brille auf ihrer Nase höher und klemmte sich ihren Stift hinter das Ohr. Sie räusperte sich: "Hm. Hm. Danni wärst du wohl so freundlich die Musik etwas leiser zu stellen? Nur eine Winzigkeit. Ich lerne." Die freche Danni ignoriere ihre Schwester gänzlich und tanzte einfach weiter durch den Raum. "Danni ich bitte dich.", flehte diese, kassierte als Antwort aber nur eine zugeschlagene Tür vor der Nase. "Es sind Ferien! Lernen? Pah! Mach was Anständiges du Freak!", brüllte Danni durch die geschlossene Tür hindurch und über die laute Musik hinweg. Mit einem unglaublich lautem Organ war sie gesegnet, was ihre Famile und Freunde schon desöfteren hatte feststellen müssen. Keine Minute später hämmerte es an die Tür. Danni schaltete für einen Moment den Ton aus, öffnete die Tür und lehnte sich mit verschrenkten Armen in den Rahmen. gelangweilt blickte sie von ihrer Schwester zu ihrer Mutter und schnickte sich den Pony aus dem Gesicht. "Is' ja schon gut.", stöhnte sie, ließ die beiden stehen und lief in die Küche. "Und was ist mit deiner Musik?", fragte ihre Mutter, der nicht entgangen war, dass sie die Musik nur leise gestellt hatte. Danni seufzte: "Schalt' sie halt aus, verdammt." Sie nahm ihre Gitarre aus dem Wohnzimemr und packte sie behutsam in die dafür vorgesehen Tasche. Kniend auf dem Boden befasste sie sich mit dem Saiteninstrument, als sie die Beine ihrer Mutter vor sich sah. Danni strich sich einige ihrer Haare aus dem Gesicht, blickte dann etwas verklärt dreinguckend an ihrer Mutter hoch. "Danni wenn du wegbist ist das Erholung für uns alle.", sagte diese in dem Mutter-ton, den Danni auf den Tod nicht ausstehen konnte und deshalb einfach ihren Blick wieder senkte. "Findest du das nicht auch schade?", fügte sie hinzu und drehte sich mit diesen Worten auf dem Absatz um. Danni äffte sie hinte rihrem Rücken nach, was ihre Schwester bemerkte. "Mamiiiiii! Danni äfft dich nach!", maulte diese. Danni zeigte ihr lächelnd "den Finger", stand auf und schwang ihre Gitarre um ihre Schultern. "Findest du das nicht auch schade?", meinte sie frech als sie an ihrer Mutter vorbeiging und ihre Koffer in der Speisekammer entdeckte. Stöhnend griff sie nach ihrem Gepäck und zerrte es zur Tür hinaus. Dort wartete schon ihr bester Freund Derek, der die Koffer in seinen Kofferraum lud. Derek war schon in Danni verliebt gewesen, als sie noch in der Grundschule waren, doch für sie war er immer nur Derek. Nicht mehr. Und auch nicht weniger. Er machte einfach alles für sie. Brachte sie wohin und wann sie wollte. Beschützte sie vor aufgebrachten Männern, die den Begriff "One Night Stand" nicht genau kannten und versorgte sie, wenn sie Mal wieder einen über den Durst getrunken hatte. Aber so sehr er sich bemühte, peilte Danni seine Zuneigung nicht und hätte es auch wahrscheinlich gar nicht wahr haben wollen. Derek wollte sie mit einer Umarmung begrüßen, doch Danny zog ihm nur sein Basecap ins Gesicht und schlug ihm spielerisch auf den Hintern. Genervt schmiss sie sich auf den Beifahrersitz als sei es das Selbstverständlichste und drehte das Radio auf. Derek ließ sich neben ihr nieder, startete den Motor und sah sie von der Seite an. Es war genau diese unbekümmerte Art, die er so an ihr liebte. Danni war einfach Danni, egal was andere sagten. Viele hatten sich schon an ihr die Zähne ausgebissen, weil sie sie hatten ändern wollen. Doch niemand konnte eine Danni Jones ändern. Kein Psychologe. Kein Mann und erst Recht nicht ihre Mutter. Die beiden hatten ihre Differenzen, weil Danni einfach so durch das Leben ging, wie es ihr passte. Etwas Egoistisch aber mit ihrer Lockeren, natürlichen und ehrlichen, manchmal etwa staktlosen, Art konnte sie sich einfach immer durchmogeln. Danni war direkt, desinteressiert und gnadenlos sie selbst. Sie rülpste laut und konnte fluchen wie ein Seemann. Und dennoch konnte sie im Kleid ausgehen und elegant die Beine überschlagen. Sie beherrschte es einfach sich in Szene zu setzen. Ihre dunklen Augen blitzten durch das Auto und versuchten die vorbeihuschenden Bäume zu fokusieren. Sie sah verträumt aus. Wie immer, dachte Derek während er mit einem Auge seine Freundin betrachtete und mit dem anderen die Straße im Blick behielt. Danni hatte ihre Füße gegen das Amaturenbrett gelehnt und bließ eine große Kaugummiblase aus ihrem Mund, während sie versuchte in Haare zu bändigen und in einen Zopfgummi zu zwängen.

Als sie den Flughafen erreicht hatten, schlang sie ihre Beine aus dem Auto, rückte ihre Hose zurecht und ließ Derek ihre Koffer hinter sich hertragen. Und schon hallte durch dieHalle der Aufruf für Dannis Flug. "Miami hier komme ich.", sang sie und wedelte mit ihrem Ticket in der Luft herum. Sie ließ ihr Gepäck von Derek aufgeben, umarmte ihn flüchtig und winkte, während sie zum Abflug hastete. Sie dachte nur eines: "Nicht Wie weg hier. Hallo Sommer, Sonne, Strand und Meer."

4.2.08 15:41
 


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